| Virtuelle 3D-Landschaften im Garten des Bundespräsidenten |
Die Rede des Bundespräsidenten am 5.06.2007 zur Woche der Umwelt (Foto: P. Paar) Aus über 400 Bewerbern hat der Bundespräsident zusammen mit der Deutschen Bundesstiftung Umwelt (DBU, Osnabrück) etwa 180 Aussteller eingeladen, an der "Woche der Umwelt" in Berlin teilzunehmen. Diese einzigartige Informationsschau zu Innovationen in Forschung und Entwicklung im Bereich Umwelt wurde bisher zweimal, 2002 und 2004, durchgeführt. Im Garten von Schloss Bellevue, dem Amtssitz des Bundespräsidenten, zeigt das ZALF als einer der Aussteller der "Woche der Umwelt" Beispiele, was moderne Umwelt- und Landschaftsforschung bieten und welche Praxisnähe sehr gute Grundlagenforschung haben kann.
Erste kommerziellen Softwareprodukte sind Erweiterungenzurphotorealistischen Darstellung von 3D-Pflanzen für die professionellenGeographischen Informationssysteme ESRI®ArcGlobe und LandXplorer®. In Kürze wird das Landschaftsvisualisierungssystem Lenné3D als Open-Source-Variante unter dem Namen Biosphere3D® frei gegeben. Auf derWoche der Umwelt wird eine Vorschau dieses virtuellen Globus live gezeigt. Die Softwareund die Erweiterungen können im Internet auf eine einzigartigeBibliothek mit mehreren hunderten von digitalen und dreidimensionalen Modellen wichtiger Pflanzenarten sowie ihren jahreszeitlichen bzw. phänologischen Varianten zurückgreifen und diesebotanisch korrekt zur Landschaftsvegetation zusammen setzen. Durch eine ständige Erweiterungdieser Bibliothek können Landschaften vieler Regionen der Weltdreidimensional und in Echtzeit visualisiert werden. Auf der Woche der Umwelt werden Einsatzbeispiele der Visualisierungssoftware mit beeindruckenden Bildern und dabei auch in Echtzeit ablaufenden Visualisierungen vorgestellt. So werden die Auswirkungen des Anbaus von Energiepflanzen oder anderer alternativer Energiequellen auf das Landschaftsbild vorgestellt. Mit dem Titel: STRAWBERRY FIELDS FOREVER verknüpft das ZALF zudem auf der Woche der Umwelt die Landschaftsvisualisierung mit einer biologischen Methode zur Bekämpfung einer wichtigen Erkrankung von Erdbeeren. Diese ungewöhnliche Kombination zweier ausgestellter Themen soll als Beispiel dafür dienen, wie Landschaftsforschung Fragen integrierend beantwortet: Wie sehen zukünftig unsere Landschaften aus? Gesunde Erdbeerfelder nur noch synthetisch im Computer? Erdbeerfelder, aber auch Gärten und Wälder in der Landschaft können dreidimensional als Millionen von 3D-Pflanzen in Echtzeit mit Lenné3D dargestellt werden. Forschung sowie Landschafts-, Stadt- und Umweltplanung können damit Veränderungen von unseren Landschaften oder Ökosystemen überzeugend veranschaulichen. Eine wissenschaftliche Weiterführung erfährt das Projekt der Landschaftsvisualisierung u. a. durch das BMBF-Verbundprojekt SILVISIO - "Zukunft des Waldes sichtbar gemacht" (http://www.silvisio.de) sowie ein Projekt der Deutsch-Israelischen Stiftung zur Wissenschaftsförderung mit einem Projekt der Verknüpfung von modernster Informatik und Computervisualisierung mit landschaftsökologischen Inhalten in der Umweltplanung. Auch mit diesen Projekten wird das Visualisierungswerkzeug Lenné3D weiterentwickelt und in der Praxis eingesetzt, um dort Planungssituationen mit Akteursbeteiligungen inhaltlich und methodisch zu verbessern. Diese Pressemitteilung im Informationsdienst Wissenschaft:
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